Einstieg
Eisbaden im Sommer, wenn gar kein Eis da ist
Der beste Zeitpunkt anzufangen ist nicht der Jänner. Er ist der August.
Die meisten Anfragen für Eisbad-Workshops kommen im Jänner. Verständlich, da liegt Schnee und das Thema drängt sich auf. Der bessere Zeitpunkt anzufangen ist trotzdem der Sommer.
Was 18 Grad mit dir machen
Wasser fühlt sich viel kälter an, als die Zahl vermuten lässt, weil es Wärme rund fünfundzwanzigmal besser leitet als Luft. Ein See mit achtzehn Grad im Juli ist deshalb kein laues Bad. Auch dort verengen sich die Gefäße, auch dort stockt beim Hineingehen kurz der Atem.
Das genügt vollkommen, um das zu üben, worauf es ankommt: ruhig bleiben, ausatmen, den ersten Reiz durchlaufen lassen. Wer das bei achtzehn Grad kann, kann es bei acht auch. Nur ist der Preis fürs Üben im Sommer deutlich niedriger.
Der Herbst ist die eigentliche Trainingszeit
Ein See kühlt langsam aus, ungefähr ein Grad pro Woche. Wer im August anfängt und alle paar Tage hineingeht, hat im Dezember zwei Grad erreicht, ohne dass es je einen harten Sprung gegeben hätte. Der Körper gewöhnt sich mit, praktisch unbemerkt.
Wer dagegen im Jänner das erste Mal in zwei Grad steigt, macht denselben Weg in einem einzigen Schritt. Das geht, angeleitet und mit der nötigen Vorsicht, aber es ist der unangenehmere Weg zum selben Ziel.

Was im Sommer trotzdem gilt
- Nie allein ins offene Wasser, unabhängig von der Temperatur.
- Nicht springen. Der Kälteschock kommt auch bei achtzehn Grad.
- Nach dem Sonnenbad nicht direkt hinein, der Kreislauf hat sonst zwei Aufgaben gleichzeitig.
- Kein Alkohol davor. Im Sommer ist die Versuchung größer als im Winter.
Die ausführliche Fassung dieser Regeln steht auf einer eigenen Seite. Sie ändern sich mit der Jahreszeit nicht.

